General Vollmacht meldet sich zum Dienst!

General VollmachtDa nimmt man doch gleich Haltung an, wenn einem ein General namens Vollmacht einen schneidigen Brief schreibt. Zum Glück hat uns nicht der General Vollmacht geschrieben, sondern unser Leser Rüdiger S. Eigentlich hatte er nach einer Generalvollmacht gesucht, machte dann aber Bekanntschaft mit diesem hochrangigen Soldaten und seiner Waffe: „Eine Generalvollmacht ist ein verflucht scharfes Schwert im Rechtsverkehr. Und diese Seite ist gleich auf Platz 2 bei der Google-Suche nach den Begriffen Generalvollmacht und Beispiel. Wirklich vertrauenswürdig finde ich es aber nicht gerade, wenn der Autor nicht einmal das Wort richtig schreiben kann, aber munter eine Beispielsvollmacht anbietet.“ Vermutlich haben die Programme, die bei Google für die Suchergebnisse sorgen, einfach zu viel Respekt vor militärischen Rängen.

5 Kommentare

  1. Da kann man nur raten, was der Autor uns mitteilen möchte. Es gibt ja mehrere Lösungen…
    1. Das Leerzeichen ist verrutscht, V-v-Verwechslung und “ge” wurde vergessen:
    — Generalvoll gemacht. —
    Kennt jemand die Bedeutung von “generalvoll”?

    2. V-v-Verwechslung, “ge” wurde vergessen:
    — General vollgemacht —
    Entweder ist das jetzt ein beschissener oder ein besoffener Vorgesetzter. Vielleicht sogar alles gleichzeitig…

  2. Das tut beim Lesen schon regelrecht weh. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum man das in der Schule Gelernte so vorsätzlich über Bord wirft. Dass man es vergessen hat, glaube ich nämlich nicht.

    1. @ Werner:

      Aus meiner just letztes Jahr abgeschlossenen 13-jährigen Schulbildung folgernd müsste ich fragen: Wie soll ein Wissen angewandt werden, das gar nicht vermittelt worden ist?

      Um Grammatik und Rechtschreibung ging es bei mir zuletzt in der sechsten Klasse, das letzte Diktat schrieb ich in der Jahrgangsstufe davor. Getrennt- und Zusammenschreibung behandelten wir im Unterricht nie explizit!

      Seitdem erfolgte die einzige Rückmeldung zur Rechtschreibung durch Randkommentare der Lehrer bei Klausuren. Meiner Ansicht nach zu spät und zu sehr darauf ausgelegt, überlesen und im Stapel der Klausuren beiseite gelegt zu werden.

      1. Ich kann das so nicht unkommentiert stehen lassen.
        Rechtschreibung und Grammatik ist Grundschulstoff, der bis zur fünften Klasse einfach sitzen muss! Bis zur ersten Klausur ist es von dort noch ein weiter Weg, der von roten Rändern im Deutschheft gesäumt wäre, säße der Stoff nicht.
        Ich (Bj. ’66) habe das jedenfalls von der Pike auf gelernt und bin froh drüber. Liest man heute in diversen Foren oder social networks, könnte einem schlecht werden. Allerdings zeigen manche jungen Leute gleichen Alters, dass sie es anscheinend doch vermittelt bekamen. Bisweilen bin ich zumindest angenehm überrascht.

        1. Trotz alledem waren und sind junge Menschen mit ausgeprägtem Interesse am richtigen Sprechen und Schreiben in der Minderheit. Anders kann ich mir einfach nicht erklären, wie ich immer wieder an so vielen Stellen auf prekäre Rechtschreibung stoße — ganz gleich, ob bei Schülern, Studenten oder gar “alten Hasen”.

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