Wie war noch gleich der Name? Merken?

Namen sind Schall und Rauch. Man muss sich auch nicht jeden merken. Man könnte sich aber merken, wie man das Namenmerken schreiben möchte. Doch das wäre langweilig. Viel lustiger ist es doch, den Leser ein wenig zum Nachdenken anzuregen, ja ihn regelrecht zum Grübeln zu bringen, wie es seit einiger Zeit Spiegel Online in einem Artikel über den „Weltmeister im Namenmerken“ hartnäckig versucht. Denn nur wenige Zeilen später ist davon die Rede, dass jemand den „Weltrekordhalter im Namen merken“ möge. Oder so. Ob das jemand merkt?

Aber selbstverständlich! Deppenleerzeichen.de-Leser Dr. Jürgen E. machte uns auf diese Ungereimtheit aufmerksam. Nicht nur er fragt sich nun: „Offen bleibt die Frage, wie der vollständige Name desjenigen lautet, der das Wort ,Weltrekordhalter‘ in seinem Namen trägt, und wieso ich mir das merken soll.” Eine spannende Frage an jedweden Gedächtnisweltmeister wäre auch, wie man sich Rechtschreibregeln merken könnte. Aber auch diese Frage blieb in diesem Artikel unbeantwortet. Vielleicht, weil sie sich niemand merken kann. Wie war noch gleich die Frage?

7 Gedanken zu “Wie war noch gleich der Name? Merken?

  1. Dieses furchtbare »Namen merken« ist neue deutsche Rechtschreibung. Zum Glück sind die meisten Verlage zur Bertelsmann-Schreibung gewechselt, wo man das zusammenschreiben darf und somit die Resultate des Texteschreibens (die neuen Rechtschreiber ja am liebsten: Texte schreibens) noch lesbar sind.

    • Warum Bertelsmann hier gelobt wird, ist mir ein Rätsel: Bertelsmann hat die ganze Chose 1996 doch verbockt! Siehe diverse Quellen im Netz und auf Papier.

  2. @Thomas: Natürlich kann man „Namen merken“ auseinanderschreiben. Allerdings haben wir es dann bei der Wendung „im Namenmerken“ immer noch mit einem substantivierten Verb zu tun und müssten dann doch mindestens „im Namen Merken“ schreiben. Alles andere hat eben auch mit neuer Rechtschreibung nichts zu tun.

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