3-Brot-Spende für 10 Cent

3-BrotMax Otto Petersdorf schreibt: Ich bin „Deppen Leer Zeichen“-Freund. Nun, ich kaufte bei „Backeria“ einige leckere Brötchen und erblickte die schöne Aufschrift: „10 Cent pro verkauftem Omega 3-Brot spendet Ihre“. Bei diesem Anblick musste ich sofort ein Foto machen, welches ich Ihnen nun zur freien Verfügung darbiete. „Backeria“ spendet „3-Brot“ für 10 Cent pro verkaufte „Omega“ – fantastisch, finden Sie nicht?

15 Kommentare

  1. Bei diesem Aufdruck ist sicher gedacht, dass entweder der Satz durch den Namen der Bäckerei auf der Tüte korrekt wird oder ein Aufkleber darunter angebracht wird. Dann würde der Satz passen: „10 Cent pro verkauftem Brot spendet Ihre Bäckerei BlaBlaBla.“

  2. Auch durch den Namen der Bäckerei – der im übrigen tatsächlich unter diesem Text steht – wird der Aufdruck nicht richtig. Der Satz wird nur dann richtig, wenn zwischen „Omega“ und „3“ ein Bindestrich gesetzt wird.

  3. … man kanns auch übertreiben!!!

    Wenn das Brot „Omega 3“ heisst, muss kein Bindestrich gesetzt werden.

    Lasst euch das mal nicht zu Kopf steigen, Ihr verfallt noch dem „Rechtschreibwahn“.

    PS: Wer einen Rechtschreibfehler findet kann ihn behalten

  4. Hallo nochmal. Ich bin da trotzdem anderer Meinung, für mich ist das klar „Omega 3-Brot“- nur ein Beispel. Es müssten, Ihrer Meinung nach, alle Artikelbeichnungen (Porsche GT 2, carrera 911, Pentium 4, usw.) geändert werden. Oder „Der GT 2-Cup“ und nicht „Der GT-2-Cup“

    Es gibt nunmal auch Ausnahmen in der Rechtschreibung, die freie Wahl der Bezeichnung ist eine davon und existiert auch in der deutschen Rechtsschreibregel.

    Wäre es Brot, welches nur aufgrund des Kundenwunsches aus 3 Teilen/o.ä. bestehen würde, wäre Ihre Aussage richtig. -> Omega, 3 teile Brot. Entschuldigung, wenn ich mich dieser Meinung nicht ganz anschließen kann. Danke.

  5. Nochmal in aller Kürze: Das hat nichts mit einer Meinung zu tun, sondern ausschließlich mit Rechtschreibung. Die Rechtschreibung spricht hier eine sehr eindeutige Sprache: Es heißt „Omega-3-Brot“, und es heißt im übrigen „GT2-Cup“, dafür aber unter anderem „Formel-1-Rennen“. Nochmals: Dies ist keine Auslegungssache und keine Meinung, sondern dies sind gültige Rechtschreibregeln, von denen es keine Ausnahmen gibt.

  6. Ich bin der Meinung, das „Omega 3“ ein Eigenname ist, und ich bin der Meinung, das dort eher die Anführungsstriche fehlen. Mit Omega 3 sind nämlich höchstwahrscheinlich Omega-3-Fettsäuren gemeint. Da dieses Brot anscheinend besonders viele enthält, wurde es so genannt. Und schon haben wir einen Eigennamen, der dann entweder so oder in Anfähürungsstrichen geschrieben wird. Im Englischen gibt es sowas übrigens viel öfter, und da wird es genauso gemacht!

  7. Nun,

    es ist irrelevant, ob Omega 3 ein Eigenname ist. Kurt Schumacher ist auch ein Eigenname, und der Kurt-Schumacher-Ring muss ebenfalls mit Bindestrichen gekoppelt werden. Genauso verhält es sich auch mit dem Omega-3-Brot.

  8. Wäre dann nicht auch nach der Logik die Bezeichnung „Berliner Platz“ falsch? Ist ja ein Eigenname und zudem kein Berliner mit dem Namen „Platz“, oder?
    Und warum heisst es eigentlich „Weihnachtsmann“ und nicht „Weihnachtmann“? Es heisst ja auch „Osterhase“ und nicht „Ostershase“!

  9. Ich würde sagen „Berliner Platz“ ist ein Eigenname und daher so auch richtig. Aber mal angenommen es gäbe ein Fest auf eben jenem Ort, dann würde dieses Fest „Berliner-Platz-Fest“ heißen.
    Mark.Eting: Zur Begründung wäre sicherlich ein Zitat aus dem Duden hilfreich 😉

  10. Vom Wortsinn her spendet ja eigentlich das 3-Brot, oder? Und verkauft werden Omegas, wenn man dem Schild Glauben schenkt…

  11. Da fehlt ein Punkt oder Ausrufezeichen.

    „10 Cent pro verkauftem Omega!“ ist eindeutig ein Werbeslogan. Und Wolfgang hat ganz recht (oder Recht?): Das 3-Brot spendet uns eine Bäckerei. Danke, liebes 3-Brot! 🙂

  12. Es ist eben nicht der „Berliner-Platz“, denn das wäre ein Platz, der seinen Namen wegen der Berliner (die vielleicht dort sind) erhalten hat, sondern es ist der „Berliner Platz“, der den Namen nach der Stadt Berlin erhalten hat. Das hört man auch an der Aussprache dieser beiden Worte, laut vorlesen sollte helfen.

  13. Irgendwie haben ganz viele Leute panische Angst davor, in Eigennamen Bindestriche einzufügen. Ich habe manchmal das Gefühl, ich bin der einzige, der das konsquent macht – denn selbst in Zeitschriften ist es Usus, den Bindestrich erst an der Stelle zu setzen, wo der Eigenname aufhört. Aber falsch – weil potentiell sinnentstellend – ist es trotzdem.

    Die einzige Ausnahme ist der Fall, in dem der Eigenname in Anführungszeichen gesetzt wird. Innerhalb der Anführungsstriche wird in der Tat nichts verändert (und wenn einen die Schreibweise des Eigennamens auch noch so schmerzt), dahinter dann aber bei Kopplung ein Bindestrich gesetzt.

    Jetzt macht es auch garnicht soviel Sinn, auf irgendwelchen Regeln herumzureiten, denn Sprache ist auch dynamisch und verändert sich. Dass diese Bindestrichphobie aus dem Englischen stammt, ist offensichtlich. Dass man im Englischen nicht mit Bindestrichen koppeln muss, ist völlig in Ordnung. Im Deutschen ist das aus einem ganz einfachen Grund nicht sinnvoll: Wir haben hier eine größere Freiheit im Satzbau und brauchen die Zusammen- oder Getrenntschreibung zur Eindeutigkeit. Im Englischen ergibt sich aus der Position der Wörter im Satz was zusammengehört.

    Im Deutschen gilt: Der letzte Teil eines zusammengesetzten Wortes sagt aus, was es im Wesentlichen ist; was davor hängt, dient der näheren Bestimmung. Wird etwas nicht zusammengesetzt, sagt das erste Substantiv, worum es geht; danach wird spezifiziert. Eine Pizza Salami ist in erster Linie eine Pizza, ein Pizzabrot in erster Linie ein Brot – ein Pizzabrot Salami ist immer noch vor allem ein Brot und zeigt obendrein noch welche Rangfolge sich aus der Schreibweise ergibt. Und wenn ich auf einem Schild lese „Pizza Stube“, dann klingt das für mich alles andere als appetitlich.

    Und obwohl die Angst vor Bindestrichen so sehr verbreitet ist, gibt es bei Google nicht einen einzigen Treffer zu Enotikophobie.

    Sehr schön finde ich das Beispiel vom Berliner-Platz und stelle mir vor, welche Straßen auf ihn zu führen: der Amerikaner-Weg, Die Nussecken-Allee, die Mandelhörnchen-Gasse und die Brötchenstraße.

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