Über einen besonderen Fall von Menschenhandel informierte uns kürzlich ein aufmerksamer Deppenleerzeichen.de-Leser – laut Spiegel Online wurde ein veritabler Erzherzog namens Joseph Diamant versteigert. Leser Ingo B. schreibt dazu: „Ich kenne den armen Mann zwar nicht, aber Joseph Diamant, seines Zeichens Erzherzog, wird für einen erwarteten Preis von mindestens 15 Millionen Dollar versteigert. Dass Menschenhandel illegal ist, scheint den Spiegel leider nicht zu interessieren.“ Wie dem auch sei, 15 Millionen Dollar sind jedenfalls kein Preis für einen echten Erzherzog. Einen Haken hat das Schnäppchen allerdings: Der Nachname des Herrn („Diamant“) ist etwas unüblich für einen echten Erzherzog. Hier könnte man für den Preis eigentlich schon ein gediegenes „von und zu“ erwarten. Aber irgendwo muss man halt sparen.
Author Archives: Titus Gast
Ein Meister namens Stück
Heute haben wir ein Meisterstück der Deppenleerzeichenfabrikantenzunft aus heimischer Produktion vor uns. Das gute Stück ist nicht nur ein Stück Wurst, sondern auch ein Stück Meister. Und wie es der Zufall so will, heißt der Meister, der dieses Meisterstück vollbrachte, auch noch Stück. Dagegen sieht selbst Meister Proper ziemlich schmalbrüstig aus. Welches Meisterstück sich Meister Stück hier geleistet hat, wird übrigens erst deutlich, wenn man die Wort-Bild-Marke sozusagen an ihrer Quelle begutachtet: Wurde die Marke bei Anmeldung zwar mit großem Binnen-I Binnen-S, aber immerhin noch halbwegs korrekt zusammengeschrieben, hat offenbar irgendein Schlechtschreibmeister den letzten Rest korrekter Orthografie zwischen Markenanmeldung und Etikettendruck verschwinden lassen. Nur eines ist klar: Wer immer für dieses Meisterstück Wurst verantwortlich ist, ist genau dies: eine Wurst.